Glossar

  • 04.004 Ultramaringrün
     Nun scheint das Blau sich zu erneuern, um sich nah bei Grün zu erfreuen. Dynamische Licht- und Schattenfarbe, für Aussenräume nicht geeignet.Die auffallende, hintergründig wirksame Faszination des Ultramarinblaus bleibt dem -grün erhalten. Im Wissen darum, dass alle Ultramarinfarben im Schatten eine zuverlässige, ihnen eigene Leuchtkraft entwickeln und das grün im Grunde mehr blau als grün ist, kann die Architektur es an Flächen gebrauchen, an denen andere tiefgrüne Farben ihre Wirkung verfehlen. Das Pigment wird eigens für [kt.color] in Österreich hergestellt. (Hans Kittel, Pigmente, 1960)Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AGUltramaringrün (kieselsäurearmes Ultramarin bzw. eine Vorstufe von Ultramarinblau) ist tauglich für Leim, Öl, Kalk, Acryl und Aquarell. Zwischen 1840 und 1960 hergestellt, sind nur noch Restbestände vorhanden.Es entsteht durch die Vereinigung eines Gemisches aus weichem Ton, Glaubersalz (Natriumsulfat), Aktivkohle, Soda und Schwefel. Zunächst ist es weiß, wenn es nach Zugabe des Schwefels erhitzt wird, schlägt es rasch nach grün um (Grünes Ultramarin). Nach dem Ausbrennen des Gemisches entsteht das blaue Ultramarin.
  • 08.004 Jaune ocre
    Referenz: Le Corbusier, Farbprobe Maison Blanche, 1912 Farbfunktion: Dynamisch Wirksamkeit: In jedem Licht überzeugend Fassadeneignung: Nein, nur für InnenräumeEin geniales Gelb, denn es verbindet Licht und Schatten und Stille miteinander.Das tiefe, leuchtende Ockergelb geht auf Le Corbusiers Arbeitszimmer in der Maison Blanche zurück. Die Rezeptur setzt sich aus Ocker, Umbra und einem kräftig leuchtenden Gelb zusammen. Aufgrund des hohen Grauanteils wirkt das tiefe, undurchdringliche Ockergelb im Schatten freundlich und wärmend.Die gelben Flächen der Wände grenzen hier an tiefblaue, weisse, umbrabraune und hellgraue. Jeder Zweiklang stärkt die harmonische, sonnige Wirkung des Jaune ocre, die Farbkomposition erinnert an eine natürliche Landschaft.Das Ergebnis ist harmonisch und wohltuend – es verbindet eine gelbe Farbe (Licht) mit einem hohen Schattengehalt (Stille) und natürlichen Mineralien (Vollkommenheit).Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AG
  • 11.092 Bleu Charron Foncé
    Ein herrliches Orientblau, blauglasierten türkischen Fliesen nachempfunden. Referenz: Paul Baumann, Farbtonkarten System Prase, 1928Farbfunktion: Konstruktiv Wirksamkeit: in jedem Licht überzeugendBlaue Farben wie diese, mit einem Hang zum Roten und Grünen, die dicht wirken und im Raum nicht zurückweichen, sind selten. Sie festigen die Fläche und entwickeln eine Präsenz, signalisieren Tragfähigkeit. Das passt zu Haustüren oder Treppengeländern, die einladend und vertrauenerweckend sein sollen. Mit Sicherheit kannte Le Corbusier diese Wirkungen, denn eine sehr ähnliche Farbe fand sich an der Eingangstür und an allen Treppengeländern seines Frühwerks Maison Blanche.Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AG
  • 12.041 Noir Ombre Brulé 90
    das dunkelste Rot-Braun aus der Reihe «Colourful Black» von kt.color.Referenz: Hella Jongerius Konstruktive Schattenfarbe, nicht für Aussenräume geeignet.Dies ist eine «konstruktive Schattenfarbe», d.h. sie wirkt auf schattigen Flächen am besten, ihr lebhaftes Rot schimmert geheimnisvoll aus dem Dunklen heraus.Colorful Black ist eine Reihe von 16 dunklen Bunttönen, die 2012 in Zusammenarbeit mit Hella Jongerius entstanden sind.Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AG
  • 200.012 Gris Natur Clair
    Champagnerkreide und Elfenbeinschwarz in einer verführerischen Aufhellung. Referenz: Wilhelm Ostwald, Grauleiter, 1910 Farbfunktion: im Raum konstruktiv, stark im Schatten, für Fassaden nicht geeignetIn der klassischen Grauleiter ist Gris natur clair die fünfte Abstufung nach Schwarz. Wie seine Vorgänger wird es aus Elfenbeinschwarz und Champagnerweiss hergestellt und von kt.COLOR Meister der Farben verarbeitet. Es entspricht dem Farbton und der diskreten Stimmung des Schattens auf einem sehr hellen Untergrund an einem sonnigen Tag zur Mittagszeit. Die Verarbeitung dieser Naturpigmentfarbe erfolgt ausschliesslich durch qualifizierte kt.COLOR Meister der Farben.Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AG
  • 200.013 Gris natur pâle
    In der Natur die Farbe zartgrauer Steine, zu gelben Hölzern eine erfrischende Wahl.Atmosphärische Schattenfarbe, für Aussenräume nicht geeignet.Farbe soll nicht eine Verkleidung sondern eine Eigenschaft der Architektur sein. Mit keinen Nuancen ist das einfacher zu erreichen als mit natürlich pigmentierten, grauen Farben. Man verwendet naturweisse Farben zur Hervorhebung einzelner Bereiche, perlende Grauwerte wie diesen, um andere leicht mit Schatten zu verhüllen und dunkle graue Farben, um Bereiche komplett in den Schatten zu versenken.(Die Verarbeitung dieser Naturpigmentfarbe erfolgt ausschliesslich durch qualifizierte kt.COLOR Meister der Farben)Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AG
  • 200.021 Lapislazuli moyen
    Blau wie der Himmel, wenn der taufrische Morgen dem neuen Tag weicht. Referenz: Lapislazulisteine mit Marmorweiss Konstruktive Schattenfarbe nicht für Fassaden geeignetEin Übermass an sachlichen Überlegungen führte zur Verdrängung besonderer blauer Pigmente wie Lapislazuli. Völlig zu Unrecht, denn himmelblaue Farben wie diese, die aus dem Halbedelstein gewonnen und von qualifizierten Meister der Farben gestrichen werden, haben eine Materialität und Lichtaktivität, die sich dem Beschreibungsversuch durch Worte entzieht. Diese Farbe strahlt und fasziniert, wie der Himmel.Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AG
  • 200.135 Terre d’ombre brûlée claire
    Wie feines Gewebe schmiegt sie sich an, ihre weiche Stimmung verbreitend. Referenz: KT 200.130 Terre d'ombre brûlée aufgehellt Konstruktive, in jedem Licht überzeugende FarbeDiese charmante, braunbeige Farbnuance ist eine Aufhellung einer wunderbar dunklen Umbra aus Zypern. Wir mischen das schokoladenbraune Steinpigment mit heller Champagnerkreide, um einen warmen Farbton zu erzeugen. Feingemahlen verliert die Umbra ihre Härte und die Stofflichkeit der Farbe wirkt so weich wie das helle Bauchfell von jungen Tieren, fast möchte man sie Streicheln.Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AG
  • 200.143 Terre d'ombre pâle
    Farbfunktion: atmosphärisch Wirksamkeit: in jedem Licht überzeugend Fassadeneignung: nicht geeignet Referenz: Umbra natur und ChampagnerkreideWeich wie Samt, trocken wie Sand und zu allem passend.An anderer Stelle beschreiben wir die artverwandte Farbe KT 32.143 Terre d’ombre naturelle pâle als ruhige Aufhellung der Umbra, die eine Schattenfarbe ist; eine Farbe, die etwas ist und nicht eine, die etwas darstellt. Wie ihre dunkleren Schwestern sei sie samtig, stilvoll und bescheiden. Das trifft ebenso auf diese Farbe zu, die aus reinen Naturpigmenten hergestellt wird. Die Begabung, alles weich einzubetten und aufzuwerten macht sie zur perfekten Hintergrundfarbe.Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AG
  • 213.095 Himmelgrau
    Referenz: Lux Guyer, 1929 Farbfunktion: Atmosphärisch Wirksamkeit: Stark im Schatten Fassadeneignung: Nicht geeignetAtmosphärischer Farbton, stark im Schatten.Diese Farbe zaubert, sie befreit, was eng ist, macht Kleines grösser und sogar die Decke verschwindet.Diese kt.COLOR Farbe ist das Ergebnis eines ausgewogenen Zusammenspiels der drei natürlichen Pigmente Lapislazuliblau, Champagnerkreide und Elfenbeinschwarz.Lapislazuliblau bringt Himmelgrau eine luftige Weite, Champagnerkreide eine samtige Stofflichkeit und Elfenbeinschwarz die Andeutung eines Schattens. Diesen Schatten kann man nutzen, um einen klein dimensionierten Raum grosszügiger wirken zu lassen. Mit Himmelgrau gestrichen wirken beengende Elemente der Architektur grösser, altmodische wohltuend modern und jene im Schatten vornehm und elegant.Eine Villa von Lux Guyer ist in einem zarten, luftigen Blaugrau als Grundfarbe gehalten. Die Architektin hatte es in nahezu allen mit wenigen Fenstern versehenen Räumen eingesetzt. es ist mit Holz, wenigen anderen hellen Farben und Terrakotta-Bodenfliesen kombiniert.Himmel, Holz und Steine - die Wirkung war schon damals modern, hell, natürlich und grosszügig. Jeder, der die Räume sah, war sofort von der Farb- und Lichtstimmung begeistert.Farbnamen, Texte, Farbbezeichnungen und Farbgeschichten © kt.COLOR AG