Bad-Umbau in historischem Haus

Ein neues Bad

Ich bin zu einem schönen Projekt zugezogen worden: Ein neues Bad in einem 270 Jahre alten Haus. Es ist Teil eines alten Weinguts in der Region Zürich. Die verschiedenen Gebäude sind zum Teil noch in Betrieb, und zum Teil umfunktioniert, umgebaut, „minimal“ verändert… Das heisst, es wurde moderne Infrastruktur eingebaut: Heizung, Küche, Bad, usw…

Jetzt war also eines der Badezimmer an der Reihe, einer Erneuerung unterzogen zu werden. Ein Architekt aus dem Freundeskreis hat die Möglichkeiten aufskizziert, und dann ging es los.

Erstmal das Alte raus.

Erstmal das Alte raus.

Erstmal das Alte raus. Die Handwerker waren gründlich: Sauber und aufwändig gerostet, gedämmt, und abgedichtet. Es wurde auf das damals vermutlich revolutionäre neue Material gesetzt: Wedi. Zum einbauen ganz toll, weil leicht, verhältnismässig stabil, einfach in der Handhabung. Darauf dann die Abdichtung, und darauf dann die Fliesen. Sturm-, Krieg- und Erdbebenfest verlegt. Aber sie mussten weg. Ab.

Nur schon wegen der Badewanne, die ebenfalls raus musste:

Die Wedi-Platten und 4 Tage später wurde also teilweise ein neuer Rost eingebaut, wieder gedämmt, und mit Fermacell-Platten verkleidet.

Das alte Fachwerk darunter tat mir ein bisschen leid, aber die Gegenwart hat letztlich Vorrang.

Darauf dann eine neue Oberfläche: Im Spritzbereich (die Dusche) Naturofloor, auf dem Fermacell ein gekalkter Feinputz und die Aussenwand mit Lehm-Dämmputz. Den Boden mit Lärchen-Riemen, längs verlegt.

Das sieht alles sehr schön aus, die Farben, anhand der Buster-Vorlagen ad hoc rezeptiert, leuchten und irisieren, mal grau, mal blau, mal braun!

Die folgende Fotoserie ist mehr oder weniger „im Kreis“ fotografiert. Die verschiedenen Material-Farben widerspiegeln die Lebendigkeit der Materialien …

…aber auch die Grenzen der Bild-Reproduktion. Kameras sehen immer anders als das Auge…

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